Erst Holz vor, dann auf der Hütte – der Dachstuhl ist da

Baustellenromantik

Erneut sind zwei Wochen rum. Die Zeit vergeht wie im Fluge – und ich bin mir noch nicht sicher, ob das gut oder schlecht ist. Das werden wir ja noch zu gegebenem Zeitpunkt herausfinden. In diesen zwei Wochen ist ziemlich viel passiert. Die Nachbarn hatten ihr Richtfest gefeiert. Unsere Rohbauer und Zimmerer haben ganze Arbeit geleistet, so dass wir am 18.06.15 direkt mit unserem Richtfest nachlegen konnten. Jede Woche möchte ich das aber nicht machen, das geht schon ganz schön an die Substanz 😉 . Damit das Richtfest überhaupt stattfinden konnte, war noch Einiges zu tun.

Der Schornstein steht, zumindest im Erdgeschoss

Der Schornstein steht, zumindest im Erdgeschoss

1 von 10 Drempelstützen

1 von 10 Drempelstützen

Neben dem Mauern der Außenwände mussten die 10 Drempelstützen geschalt und gegossen werden. Der darauf liegende Ringanker wurde fein säuberlich in die Drempelstützen eingebunden. Ganze 4 16er Stahl-„Streben“ dienen als Bewährung – meine Finger sind dünner. Der Rohbaukollege meinte „Das hält, wir haben schon weniger für größeres gebaut.“ Das stimmt mich schon irgendwie zuversichtlich, zumal der Architekt sagt, dass die Konstruktion für die 4-fache Dachlast ausgelegt ist.

Zimmerer und Dachdecker kennen sich schon. Anfang der KW24 habe ich dann die Schnittstelle zwischen Zimmerer, Dachdecker und Rohbau hergestellt. Der Rohbauer sollte Ende der Woche soweit sein, dass ab KW25 der Dachstuhl kommen kann. Das sollte letztendlich auch so ein. Im Ergebnis der Bekanntschaft sollte noch das Gerüst umgebaut und auch aufgestockt/erweitert werden. Auch das war zu 80% bereits Ende der KW24 erledigt. Damit war für mich und die Liebste klar: das Richtfest wird am Dienstag oder Mittwoch sein. Der Zimmerer hätte somit pünktlich zu Beginn der KW25 starten können. Hätte er… wenn der Lieferant denn einen Kran frei gehabt hätte. Hatte er aber nicht. Der Start war am Dienstag. In Vorbereitung des Richtfests hatte ich Urlaub genommen. Die Chance nutzte ich und wohnte dem morgendlichen Baustellentreiben bei. Ich besitze nicht die vollständige Höhentauglichkeit, um nicht zu sagen, ich bin höhenuntauglich. Stehe ich auf dem Gerüst mach ich mir ja fast ein, wenn es ein bisl wackelt. Die Zimmerer und auch irgendwie alle anderen sehen das Gerüst vermutlich als eine Art Spielplatz. Der Lieferant hatte einen neuen Lkw mit 20m-Ausleger. Damit konnte er auf der Straße stehen bleiben und hat von da aus alles an Ort und Stelle bringen können. Die Pfetten haben schon beeindruckende Dimensionen. In meinen Augen sind es immer noch Holzbalken 🙂 . Da der Giebel noch nicht ganz fertig war, mussten die Pfetten auf Stützen gelegt werden. Die längste bzw. höchste Stütze für die Firstpfette brachte stolze 5,80m auf die Uhr. Ich verabschiedete mich, schließlich musste ich ja noch das ein oder andere für das Richtfest erledigen.

Beeindruckende 11,50m

Beeindruckende 11,50m

Der Dachstuhl ist da

Der Dachstuhl ist da

:-)

🙂

Meine abendliche Visite erzeugte ein recht breites und zufriedenes Grinsen in meinem Gesicht. Die Pfetten und Schwellen lagen, die Zangen waren auch positioniert. Am Mittwochmorgen, dem Tag des Richtfests, war ich natürlich auch wieder morgens vor Ort. Der Zimmerer machte mir deutlich, dass das im Obergeschoss eine ganz schöne Halle ist. Und da hatte er nicht unbedingt Unrecht. Immerhin haben wir am Ende auf dem Dachboden fast 3m-Raumhöhe. In Verbindung mit 45°-Dachneigung bringt das ordentlich Stau- und Abstellraum. Zur Freude der Liebsten konnten wir feststellen, dass der Kniestock im Obergeschoss knapp 1,60m hoch sein wird. Es war und ist uns wichtig, denn so können wir den Raum optimal nutzen. Das bunte Treiben ging bis zum Beginn des Richtfests (Beitrag folgt). Im Laufe des Tages sind dann auch noch unsere Dachziegel geliefert worden.

Der Dachboden bietet ausreichend Stauraum

Der Dachboden bietet ausreichend Stauraum

ca. 65m² Rauspund in 28mm

ca. 65m² Rauspund in 28mm

Die Halle

Die Halle

Am Ende der Woche folgte der Dachdecker. Eigentlich sollte das Dach Ende dieser Woche geschlossen sein. Ist es noch nicht. Das bringt mich aber auch nur bedingt aus der Ruhe. Die Rohbauer haben nämlich erst Freitag den zweiten Giebel fertig gestellt. Vorher ist es ziemlich sinnfrei das Dach zu schließen. Wir haben uns für die „Luxus“-Variante Holzfaserdämmplatte entschieden. Um die 200mm Zwischensparendämmung komme ich dadurch auch nicht herum, aber immerhin erspart es mir eine zusätzliche 4cm-Dämmung im Innenbereich des Daches. Zudem erhoffe ich mir durch die Holzfaserdämmplatte durchaus eine bessere Wärmeisolierung, sprich warme Winter und kühlere Sommer im Obergeschoss.

Fast fertiger Dachstuhl

Fast fertiger Dachstuhl

Statt Unterspannbahn: 35mm Holzfaserdämmplatte

Statt Unterspannbahn: 35mm Holzfaserdämmplatte

Dachfenster für die Liebste positionieren und visualisieren

Dachfenster für die Liebste positionieren und visualisieren

Geplant sind im Obergeschoss bisher zwei Dachfenster: eins im Schlafzimmer, eins im Flur. Die Liebste wollte von Anfang an auch in den Kinderzimmern jeweils ein Dachfenster. Ich habe mich da bisher etwas gegen gesträubt. Wer nun zwischen den Zeilen gelesen hat, wird das Ergebnis schon kennen. Im Rahmen der Abstimmung mit dem Dachdecker gestrigen Freitag, stand die Positionierung der Dachfenster auf dem Plan. Nun, ich habe ihm also nicht nur die Positionen mitgeteilt, sondern auch die korrigierte Anzahl: aus zwei mach vier.

In der kommenden Woche soll das Dach dann „fertig“ sein. Bin ich gespannt, wie das wird und auch aussieht. Da wird jedenfalls wieder einiges los sein bei uns. Gehe ich die Liste so durch, sind in der kommenden Woche die Rohbauer, Zimmerer, Dachdecker, Fensterbauer und vielleicht auch noch die Tiefbauer vor Ort.

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