Automatisierung im Fuchsbau

Busch-Jäger KNX Binärausgang 12x

Lange habe ich hin und her überlegt. Inzwischen ist die Liebste an dem Punkt, wo sie sagt „Na wenn du es sagst, werden wir das wohl brauchen – du machst das schon.“ Das klingt gut, gibt mir aber noch nicht wirklich die Antworten auf die Fragen

  • Brauchen wir das?
  • Unabhängig vom Brauchen – was verbaut man sinnvoller Weise?

Der geübte Leser bemerkt bereits an der Fragestellung, dass man es wohl nicht zwingend braucht. Die erste Frage überspringe ich deshalb gern 😉 . So habe ich mir also weiterführende Gedanken gemacht. Lange Rede, kurzer Sinn: KNX ist die Lösung – jedenfalls für mich/uns. Mit KNX sind mir, was die Steuerung angeht, relativ viele Türen offen. So lässt sich ein reines KNX-System betreiben. Es ist auch denkbar die Steuerung mittels openHAB u.ä. vorzunehmen. Sollte sich zukünftig also die openHAB-Geschichte weiter entwickeln, könnte ich zukünftig mein KNX-System mittels openHAB um weitere Protokolle ergänzen. OpenHAB ist mir im Moment noch ein wenig zu „techihaft“.

Loxone Config 6.0.9.29 - offline modellieren, programmieren und simulieren

Loxone Config 6.0.9.29 – offline modellieren, programmieren und simulieren

KNX ist vom Grunde her recht preisintensiv, um nicht zu sagen teuer. Der Standard allerdings ermöglicht es, Komponenten verschiedener Hersteller einzusetzen. Davon erhoffe ich mir mehr Flexibilität.
Wie so oft, ist nicht alles Gold, was glänzt. So auch KNX nicht. Die Programmierung erscheint mir, sagen wir mal… umständlich. Zum Einen ist die Oberfläche in meinen Augen nicht sonderlich intuitiv. Zum Anderen scheint keine Offline-Konfiguration möglich. Ich möchte nicht in meinen HWR gehen müssen, um mich mit dem System für eine Programmierung zu verbinden.
Und jetzt kommt doch noch einmal Loxone ins Spiel. Loxone bietet eine verhältnismäßig übersichtliche und einfache Oberfläche zum Programmieren an. Eine Steuerung über das Telefon oder Tablet ist mit der Loxone-App recht gut umgesetzt und einfach zu handhaben. Davon kann man sich im Vorfeld dank der angebotenen Verbindung zu einem Testserver überzeugen. Für KNX gibt es auch Touchpanels, allerdings sind diese preislich jenseits des 3stelligen Preisbereiches. Hinzu kommt, dass es mit der Loxone-Programmieroberfläche möglich ist offline zu arbeiten und auch zu simulieren. Und jetzt kommt’s: Loxone kann KNX. Zähle ich nun eins und eins zusammen (macht zwei), so ließe sich der Loxone Miniserver als Gateway für das KNX-System nutzen. Genau – der Elektriker meines Vertrauens hat es nach unseren ersten Gesprächen bei sich so im Einsatz und ist begeistert. Damit sind nun meine Weichen auch gestellt:

  • Aktoren/Bedienelemente: KNX
  • Visualisierung/Programmierung: Loxone

4 Kommentare

  1. Rob

    So ähnlich habe ich das auch vor, bin gespannt wie es bei euch weiter geht 🙂 „Na wenn du es sagst, werden wir das wohl brauchen – du machst das schon.“ kommt mir auch seeehr bekannt vor! Ich würde nur aufpassen, dass die wichtigsten Funktionen auch ohne Loxone funktionieren – Licht an/aus z.B. Zur Not halt durch Umkonfiguration, aber wenn man z.B. gewöhnliche Taster auf Loxone Eingänge legt und dann KNX Aktoren schaltet, geht bei einem Defekt (oder Updateproblem, scheints ja zu geben) nichts mehr! Viel Erfolg 🙂

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    1. Martin (Beitrag Autor)

      Danke für deinen Hinweis Rob.
      Wie hast du vor das Licht bspw. so zu entkoppeln, dass es auch ohne KNX funktioniert? Hast du vor, das Licht an Loxone zu koppeln und bei Bedarf direkt aufzuklemmen? Oder welchen Teil habe ich falsch verstanden 🙂 ?

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      1. Rob

        Nabend Martin,
        ich meine es genau anders herum: Grundfunktionalität ohne Loxone aber mit KNX. Ich schätze die Defektwahrscheinlichkeit von Loxone deutlich höher ein als von KNX. Da ist es zumindest unwahrscheinlich, dass alles auf einmal ausfällt. Also die komplizierten Szenen in der Loxone zusammenklicken und die schicke Visualisierung nutzen, aber wenn sie mal ausfällt eine Konfiguration für die Aktoren vorbereitet haben, die man im Fall der Fälle schnell aufspielen kann.

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        1. Martin (Beitrag Autor)

          Hallo Rob.
          Jetzt verstehe ich. Selbst wenn der Loxone Miniserver ausfällt, müsste das Gesamtsystem (nach Umklemmung) doch weiterhin funktionsfähig sein. Denn die Adressierung dürfte dadurch nicht verloren gehen. Evtl. sind die Szenen nicht mehr vorhanden. Bald werde ich schlauer sein, denke ich 😉 .

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