Plane den Baubeginn gut – dann kommt einer, der davon nichts weiß

Anfang mit Hindernisse

Es geht voran. Der Rohbauer ist nun endlich ausgewählt, der Vertrag ist unterschriftsreif. Jetzt gilt es die Gewerke in eine konkretere zeitliche Planung zu bekommen und die verbleibenden Gewerke ebenfalls zu beauftragen. Es ist noch Einiges zu tun.

Nichts desto trotz sollten heute Morgen die Schnurböcke aufgestellt werden. Für die Feinabsteckung hatte ich bereits für morgen einen Termin mit dem Vermessungsbüro ausgemacht. Guter Plan. Aber jeder Plan ist auch nur so gut, wie seine Anpassung.

Noch auf dem Weg zum Bauplatz erhielt ich einen Anruf vom Rohbauer, ob ich denn schon dagewesen wäre und vielleicht auch schon ohne ihn begonnen hätte. Verdutztes Gesicht meinerseits. Angeblich befindet sich ein Bagger auf unserem Grundstück und diverse Betonringe unterschiedlicher Größen- und Gewichtsklassen. Nein, mit all dem hatte ich nichts zu tun – und das noch vor dem ersten Kaffee am Tag.

Angekommen am Bauplatz bot sich mir folgender Anblick. Betonringe der Zisterne liegen im Wohnzimmer, Betonringe des Abwasserübergabeschachts in der Einfahrt, Betonringe der Sickergrube auf der Terrasse und in die Garage rieselt ordentlich Sand – könnte ich mir gemütlicher vorstellen. Die Baufirma des Nachbarn hat sich gedacht „Och, da ist bisher nix passiert, weshalb sollte heute etwas passieren… laden wir einfach mal dort drüben ab…“ – oder so ähnlich. Ärgerlich für uns. Zumal ich sowohl Samstag, Dienstag und Mittwoch am Bauplatz war. Niemand hat mich angesprochen. Ich bin ja der Letzte, der sich quer stellt, aber so ein Verhalten macht mich schon leicht ungehalten – zumal es nicht das erste Mal ist.

Lange Rede kurzer Sinn: die Betonringe kommen noch heute weg. Der Sandhaufen allerdings erst morgen Früh, da kommt erst der Lkw. Heißt für uns: der Rohbauer kommt morgen noch einmal die Schnurböcke aufstellen. Das Vermessungsbüro habe ich kurzer Hand versucht umzubuchen auf Montag. Beide waren hier flexibel und so steht nun also der neue Plan.

Nach der Arbeit nochmal mit der Liebsten am Bauplatz vorbei gefahren und siehe da, die Betonringe waren weg, der Sandhaufen zumindest etwas zur Seite geschoben. Es sieht also erst einmal wieder gut aus mit dem neuen Plan.

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