Rückblick 2013 – Manchmal muss man zurückblicken, um nach vorn zu kommen

2012 war ein durchwachsenes Jahr, jedenfalls sportlich betrachtet. Der Blick auf 2013 liegt da recht nahe und lässt die Spannung steigen. Neben der familiären Weiterentwicklung, war 2013 subjektiv betrachtet auch sportlicher. Doch war es das auch wirklich? Der Rückblick wird’s zeigen.

Fangen wir doch einmal mit dem Jahresbeginn an. Im Januar habe ich mich hauptsächlich mit Liegestützen, Kniebeugen und Situps beschäftigt. Ziel war es, doch ein wenig mehr Kraft aufzubauen. Ein paar mal kam die Rolle zum Einsatz, eher nicht der Rede wert.

Im Februar verpuffte dann der Drang nach allgemeiner Fitness und die Rolle wurde häufiger gefragt. Es folgte die Registrierung für den Ötztaler. Dank des zunehmend besser werdenden Wetters konnte die Rolle eingepackt werden und die Straße rief. Der Umfang blieb insgesamt gering, die Familie ist ja auch noch da. Mallorca… stand 2013 nicht auf dem Plan.

Läuferisch ziemlich untrainiert oder gar völlig unvorbereitet ging es zur Teamchallenge. Mit 21min 33s konnte sich das Ergebnis dann aber doch sehen lassen. Meine These: Training ist nicht alles 🙂 . Den vorgesehenen Erztaler mit dem Kollegen sagte ich auf Grund der Wetterlage mehr als nur kurzfristig ab. Das Rad stand bereits fertig bei ihm im Auto. Es war alles vorbereitet. Doch 4°C auf dem Erzgebirgskamm, angekündigter Regen und Wind ließen mich kneifen. Der Kollege, der Held, hat’s durchgezogen. Und den ehemaligen Skoda Velothon, der jetzt Garmin Velothon heißt, den habe ich irgendwie völlig vergessen. Dabei war das immer eine gute Gelegenheit den Berliner und seine lustigen Kumpels zu treffen.

So durchwachsen ging es dann auch die Folgemonate weiter. Mit monatlich zwischen 8 und 10 Einheiten, zieht man nicht die Wurst von der Semmel. Einige Male habe ich unsere beiden jungen Männer bei Oma und Opa in Bärenfels besucht und noch fix „Gute Nacht!“ gesagt. Da waren wenigstens ein paar Höhenmeter dabei und auch von jedem ein Gute-Nacht-Kussi 🙂 . Die Familie war 3 Wochen zur Kur und ich hätte die Chance gehabt, ordentlich zu trainieren. Aber nein, ich musste ja krank werden. So konnte ich auch nicht wie geplant nach Sölden reisen, um ein paar Pässe zu fahren. Meine Liebste hat mich dann aber doch für 4 Tage losgeschickt, als ich wieder gesund war und sie hat die Männer versorgt. Diese Frau ist einfach spitze!

Der August sollte mit dem Ötztaler den sportlichen Höhepunkt darstellen. Der eigentliche Höhepunkt war die Hochzeit am 10.08.13. Meine Frau ließ mich ziehen… ohne Flitterwochen. Gemeinsam mit dem Kollegen ging es nach Sölden. Die üblichen Runden drehten wir gemeinsam, das Wetter war gut. Bis auf den Ötztaler-Tag selbst. Ich mach es kurz: auch hier habe ich gekniffen.

Es folgten fast zwei Monate Auszeit. Das habe ich mir nicht ausgesucht. Die Männer gingen in die Kinderkrippe und ich nahm freudestrahlend jede Erkältung, jeden Husten, jedes Sonstwas mit. Der grüne Zweig war nicht in Sicht. Kaum war eine Nasennebenhöhlenentzündung überstanden und ich konnte wieder langsam draußen anfangen, kam der nächste Hammer. So wechselten sich Nasennebenhöhlenentzündungen mit 2,5 Wochen andauerndem Husten und einer ordentlichen Mittelohrentzündung bis in die Weihnachtstage ab. Ich konnte mir besseres vorstellen. Das äußerst milde Wetter zum Jahreswechsel ermöglichte dann doch noch unerwarteter Weise das ein oder andere Ründchen.

Auf die wunderschönen Diagramme verzichte ich (fast). Zusammengekratzt habe ich in dem vergangenen Jahr

  • knapp 3.500km und 136h auf der Straße,
  • knapp 400km und 18h auf der Rolle und
  • phänomenale 12km in und gut 1h.
Rennrad 2013

Rennrad 2013

Rollentraining 2013

Rollentraining 2013

Also so gesehen war es nicht besonders sportlich, dieses 2013. Obwohl Hoffnung nur aufgeschobene Enttäuschung ist, so hoffe ich dennoch, dass 2014 mir ein paar mehr Möglichkeiten bieten wird. Mir würde es schon reichen, wenn ich nur halb so oft krank sein würde. Mehr möchte ich ja gar nicht. Ich musste 2013 ja noch nicht einmal einen Reifen wechseln. Die sind einfach erst jetzt, nach gut 2 Jahren „abgefahren“ – schlimm.

Im März geht’s für eine Woche auf Mallorca. Ich freu mich wie ein kleines Kind! Die Planungen für 2014 sind noch nicht abgeschlossen, es stehen noch ein paar Dinge zur Auswahl, die hier und da noch nicht entschieden sind. Meine Frau jedenfalls hat den perfekten Grundstein gelegt.

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