Powerbar oder Xenofit – für mich eine Frage des Geschmacks

Was ess ich nur unterwegs? Banane, Apfel…? Einen Müsliriegel vielleicht, oder auch zwei? Aus dem Discounter? Aus dem heimischen Backofen? Powerbar oder Xenofit oder etwas ganz anderes? Fakt ist: ich muss etwas essen. Und ich selbst sogar schon ziemlich zeitig auf der Runde. Das hat mir in meinen Radkreisen dazu verholfen, bereits nach 1h die Frage gestellt zu bekommen, wann ich denn endlich meinen ersten Riegel essen will.

Versorgung aus dem Einkaufsregal

In meiner Anfangszeit habe ich zu Müsliriegeln aus dem handelsüblichen Sortiment gegriffen. Das birgte das ein oder andere Risiko bzw. sogar Problem. Die einen waren mit Schokolade überzogen, die anderen in Honig getränkt und klebten besser als manch Superalleskleber und ganz andere waren einfach nur unlecker oder staubtrocken. Die einzigen, die ich dann eine Weile ausgehalten habe, waren die Schneekoppe-Produkte. Es folgte der Schritt in den örtlichen Radladen. Über den Powerbar-Ständer bin ich quasi gestolpert. Obelix ist als kleiner Junge in den Zaubertrank gefallen, ich in den Powerbar-Ständer ;-).

Powerbar? Da war doch was.

Vor vielen Jahren hatte ich Powerbar schon einmal „getestet“. Damals waren die Riegel noch breit, klebrig und ziemlich widerlich, was den Geschmack anging. Ich kann mich noch gut daran erinnern, so prägend war der Geschmack. Die aktuellen Riegel sahen anders aus. Sie bekamen eine zweite Chance.

Die heutigen Powerbar sind besser.

Die Powerbar sind weder staubtrocken, noch widerlich. Wo Banane drauf steht, schmeckt es auch ein wenig nach Banane. Geschmacklich für meine Begriffe ein guter Geschmack. Beim Ötztaler hatte ich lediglich das Problem, dass sie auf dem Kühtai so kalt geworden sind, dass ich eine Abfahrt brauchte, um einen Riegel zu verspeisen.

Die Gels mit ihren 45ml sind leicht zu öffnen, wenn man den Anfangsriss nicht verreißt. Passiert’s doch, braucht man dann doch noch die zweite Hand dazu. Geschmacklich auszuhalten, subjektiv trat auch ziemlich zügig der Push ein.

Die von Powerbar angebotenen Getränkepulver (Isoactive und Isomax) habe ich in Orange und Citrus ausprobiert. Orange schien mir äußerst süß, sogar zu süß. Zudem hat es meine Trinkflasche orange verfärbt, was ich mit nichts wieder sauber bekommen habe. Eine versiffte Flasche sieht irgendwie unschön aus. Die Geschmacksrichtung Citrus war mir da wesentlich angenehmer. Sie war zwar immer noch sehr süß, aber weniger süß als Orange. Und durch die leicht säuerliche Richtung, wirkte es auf mich besonders erfrischend und durstlöschend.

Powerbar bietet noch viele andere Produkte an, von Gummibärchen über Eiweiße bis hin zu Recoveryprodukten. Gerade die Eiweiß- und Recoveryprodukte haben mich geschmacklich leider gar nicht überzeugt. Bei einem der späteren Schritte in den Laden stolperte ich erneut über ein Regal, allerdings war es diesmal Xenofit.

Was kann und wie schmeckt Xenofit?

Xenofit carbohydrate bar

Xenofit carbohydrate bar

Die Xenofit-Reihe bietet im Prinzip die gleichen Aspekte ab, wie sie auch die Powerbar-Reihe abdecken. Unter den vielen verfügbaren Geschmacksvarianten habe ich keine gefunden, die mir nicht zusagt. Mit der Zeit kristallisiert sich eine Art Lieblingsrichtung heraus, bei mir ist es wohl die Aprikose. Da ich den Ötztaler im letzten Jahr dann doch nicht gefahren bin, weiß ich nicht, wie sich die Xenofit carbohydrate bar bei Kälte verhalten. Eins habe ich dennoch feststellen können: die Xenofit carbohydrate bar kleben wesentlich weniger als Powerbar Energize Bar. Des Weiteren sind die Xenofit carbohydrate bar im Vergleich recht trocken, aber für meine Begriffe nicht zu trocken sondern recht angenehm. Also keine Angst, es stiebt nichts bei Xenofit. Angenehm überrascht war ich, dass die Xenofit carbohydrate bar durch die beinhalteten Haferflocken eher wie ein Müsliriegel ankommen, als Powerbar. Mir gefällt’s. Neben der merkwürdig anmutenden aber wirklich äußerst leckeren Ananas-Karotte werden noch Aprikose, Banane, Schokolade/Nuss, Wildbeere und Maracuja angeboten.

Xenofit carbohydrate gel

Xenofit carbohydrate gel

Die Gelvarianten Xenofit carbohydrate gel sind recht klein. Mit 25ml sind sie nahezu nur halb so groß wie die Powerbar Gel mit 45ml. Wie immer, hat alles Vor- und Nachteile. Ein klarer Vorteil ist, dass man weniger Wasser zu sich nehmen muss. Der Nachteil liegt auf der Hand: man muss öfter zugreifen bzw. mehrere mitnehmen. Für mich ist das kein echter Nachteil. Geschmacklich empfinde ich Xenofit auch bei den Gels angenehmer als Powerbar. Einzig die Variante mit Koffein und Pfefferminze… da muss ich wirklich arbeiten, bis das runter ist. Das ist definitiv nicht meins. Zu bekommen sind Maracuja, Redberry, Citrus-Mix und eben besagtes Coffein Pfefferminze.

Xenofit competition

Xenofit competition

Das Getränkepulver von Xenofit sagt mir ebenfalls zu. Ohne in Lobeshymnen verfallen zu wollen, aber auch hier ist der weniger auftretende Klebfaktor ein echtes Plus von Xenofit. Und wie bereits bei den Riegeln und Gels festgestellt: Xenofit Competition ist weniger süß. Unter den angebotenen Geschmacksrichtungen Grüner Apfel, Früchte-Tee und Citrus-Mix ist der Grüne Apfel mein Favorit.

Was kostet’s?

Ich habe mir noch nicht die Arbeit gemacht und die Produkte preislich gegeneinander aufgerechnet. Das werde ich vermutlich auch nicht machen. Rein aus dem Bauch heraus möchte ich meinen, dass es sich ungefähr auf einem Preisniveau bewegen wird.

Mein persönliches Fazit

Wer es süß mag, ist mit Powerbar gut bedient. Wer nicht unbedingt auf süß steht, dem empfehle ich Xenofit zu probieren. Bei der schieren Menge an Angeboten, werde ich es wohl nie schaffen alles mal zu probieren… oder ich bin dann einfach nur rund ;-).

4 Kommentare

  1. Rob

    So verschieden sind die Geschmäcker – bei mir verhält es sich exakt andersrum, ich nutze ausschließlich Powerbar. Besonders der Schoko-Recovery-Drink ist ein Traum, da freut man sich schon immer richtig drauf (Tipp: Mit Milch trinken) 🙂

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    1. Martin (Beitrag Autor)

      Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden – da ist also immer für jeden etwas dabei. Der Recoverydrink mit Wasser ging gar nicht, mit Milch war er schon genießbar aber mehr auch nicht. Wenn du mit Powerbar deins gefunden hast, ist das doch eine äußerst feine Sache.

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      1. Rob

        Stimmt 🙂
        Gibt es denn von xenofit auch Recovery Drinks? Hatte nur Iso-Drinks für unterwegs getestet und gefunden.

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        1. Martin (Beitrag Autor)

          Soweit ich das überblickt habe, hat Xenofit keine direkte Alternative.

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