3037

Mit den Zielen ist es immer so eine Sache. Sie sind oft recht weit in der Ferne, damit noch nicht so wirklich greifbar. Sie sind geduldig und warten auch mal gern. Und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem es plötzlich und völlig unerwartet greifbar geworden ist. So ging es mir, spätestens als ich die Startnummer 3037 für den 33. Ötztaler Radmarathon erhielt. Und ebenso plötzlich und unerwartet wurde mir ein klein wenig flau im Magen, die Beine fühlten sich plötzlich schwammig an und überhaupt ergab sich ein merkwürdiges Gefühl.

Der Blick auf die Trainingseinheiten könnte einem ein besseres Gefühl geben. Macht er aber bei weniger als 3.000 km überhaupt nicht. Und schon kommen die Erklärungen in Hülle und Fülle. Da waren der lange Winter, der im Prinzip nicht vorhandene Frühling, das ausgefallene Trainingslager (welches wetterbedingt wohl auch eher ins Wasser gefallen wäre), nicht zu vergessen die vielen Schnupfereien zum Jahresbeginn und so weiter und so fort. Ich könnte die Liste noch einige Minuten weiter führen. Ich tu dies aber nicht, denn es liegt mir mehr daran die Dinge herauszustellen, die dazu geführt haben, dass ich trainingsmäßig dort stehe, wo ich gerade bin.

Und das ist meine Familie. Meine zukünftige Ex-Freundin (ja, diesen Monat steht da noch ein größeres Projekt vor dem Ötztaler an) hat mir so verdammt viel Zeit eingeräumt, dass ich fahren konnte. Sie hat mich sogar nach Österreich zum Fahren geschickt, damit ich wenigstens ein paar Berge abbekomme. Die zukünftigen Schwiegereltern haben uns die beiden Männer über mehrere Tage abgenommen, damit ich fahren konnte. Grandios!

Trainingsstand: Fakten

Trainingsstand: Fakten

Einen Lichtblick stellte tatsächlich der Aufenthalt Mitte Juli in Sölden dar. Ich bin zwar langsamer geworden, aber nicht so langsam, wie ich befürchtet hatte. Die nächsten Tage werden hart, da die Zeit zum Form halten wieder verdammt knapp wird. Wenn ich es halbwegs halten kann, dann halte ich meine zwei Ziele für realistisch:

  • ankommen
  • Sub11

Die Sub10 werde ich wohl erst wieder angehen, wenn ich älter bin. Und am Ende des 25.08.13 werde ich so viel schlauer sein und erneut wissen, dass es eigentlich keine 238km, denn immerhin geht es ja ganze 90km bergab 😉 .

2 Kommentare

  1. Robbsie

    Huihuihui 😉

    Auf jeden Fall drücke ich die Daumen für Sub11. Ich plane auch eine Teilnahme in absehbarer Zeit, hab aber Schiss 😉

    Bin daher gespannt auf deinen Bericht bzgl. Form und Qual.

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    1. marf05 (Beitrag Autor)

      Robert, du kannst dir schon einen Eindruck verschaffen im Bericht von 2010 http://rettlaua.de/2010/08/31/hier-hast-du-deinen-traum/ . Damals hatte ich auch die Hosen voll, wie eigentlich immer bei derartigen Veranstaltungen, nur mit dem Unterschied, dass ich ein paar Trainingsstunden mehr in den Beinen hatte.

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