Das Dilemma der Treter in unzähligen Akten

Italiener.

Frauen und Schuhe. Das sind, neben Handtaschen und diversen anderen Dingen wohl die am häufigsten in einer Wohnung vorkommenden Dinge. Mag man doch gar nicht an den Auswahlprozess neuer Schuhe denken – da sind wir Männer doch anders. Oder?

Weit gefehlt. Gerade auf dem Rad muss es stimmig sein. Ob es zwei gleiche Trinkflaschen sind oder eben die Schuhe – es muss dem strengen Blick der Style Police stand halten. Die ersten Specialized waren mit drei Klettverschlüssen ausgestattet. Sie waren mit ca. 60€ günstig und erfüllten ihren Zweck. Der Klettverschluss ist aber nicht das Gelbe vom Ei. Die zweiten Specialized bauten auf einen Ratschenverschluss, gepaart mit zwei Klettverschlüssen. Diese Kombination bot wesentlich mehr Halt und gefühlte Sicherheit. Mit einem Angebotspreis zu ca. 70€ auch mehr als nur gut uns günstig (UVP war wohl 135€). Vor allem der letzte Specialized war gut. Er gefällt mir heute noch und sitzt gut. Allerdings haben ihm die mehr als fünf Jahre Einsatz auch ordentlich zugetragen. Es wurde also Zeit für eine neue Anschaffung.

Was muss er neben guter Optik und sehr gutem Sitz mitbringen? Nun, ich wollte Boa-Verschlüsse. Und die Werbung hat gewirkt: Sidi sollte es sein. Da Specialized ja bisher mit meinem breiten Fuß ziemlich gut passte, Specialized S-Works Road Schuh in weiß/schwarz. Zu schmal. Nix für meinen Fuß. Weder links noch rechts. Wir werden also keine Freunde.
Dann den Sidi Wire Carbon Vernice Rennradschuh in der mutigen Farbgebung neon gelb/schwarz probiert. Sehr schön, der ist zu klein. Aber Moment: ich habe die 43, er ist die 43… ah… klar… logisch… ein Italiener. Also ging der Griff zu 44 und schon passte er. Allerdings verursachte die Farbwahl meinerseits ein wenig Verwirrung, Diskussion und es bildeten sich zwei Lager. Die einen meinten, mit dieser Farbe, werde ich zukünftig allein fahren oder eben hinten (wo sonst?), die anderen fanden es gut. Ich muss zugeben, mir gefällt’s auch. Auf der anderen Seite seh ich damit dann doch eher aus wie ein bunter Hund. Mal davon abgesehen hatte Sidi wohl massive Lieferprobleme ab Werk. Schlecht oder gut – kommt nun ganz auf den Standpunkt an.
Kennt jemand Gaerne? Macht nichts, mir war er bis vor kurzem auch unbekannt. Ich probierte den Gaerne G.Chrono Composite Carbon in der „langweiligen“ Farbgebung weiß/schwarz. Auch hier gilt: es ist ein Italiener, also eine Nummer größer wählen. Parallel dazu schmückte ein gewagter Scott Road Premium in weiß/grün in meiner üblichen Größe mein Fußwerk. Schön breit sind beide. Der Scott ist etwas flacher. Vermutlich in Verbindung mit der engeren Ferse bietet der Gaerne einen gefühlt besseren Sitz. Ein klein wenig mehr Platz für breite Füße bekommt man im Scott, wobei die Innensohlen übereinander gelegt identisch groß sind. Der untere Klettverschluss des Scott schien mir überflüssig. Ansonsten sind die Boa-Verschlüsse von Scott und Gaerne gleich.
Inzwischen waren 1,5h vergangen und 240€ wechselten den Eigentümer. Ich habe mich für den Gaerne entschieden. Möglicherweise ist es die Vernunft, die farblich zugeschlagen hat. Nunja – was soll’s. Auch ich werde eben älter – aber weshalb muss man auch gleich vernünftiger werden…

Italiener.

Italiener.

Schmal geschnittener Fersenbereich.

Schmal geschnittener Fersenbereich.

Kein Vollcarbon an der Sohle.

Kein Vollcarbon an der Sohle.

 

Heute nun endlich die Pedalplatten montiert. Look ist nicht gleich Look. Einmal ein schneller Griff und man wundert sich, weshalb man nicht ins Pedal kommt.

Look ist nicht gleich Look.

Look ist nicht gleich Look.

Also immer darauf achten die wirklich richtigen Platten zu wählen – es lohnt sich. Ein Nachteil der Look-Platten war ja immer die Abnutzung. Einmal damit gelaufen (es lässt sich ja nicht immer vermeiden), sieht die Platte aus wie 1 Jahr alt. Nun gibt es ein neues Modell: Grip. Hierbei sind ein paar griffige Adaptionen angebracht. Ich bin gespannt, wie gut die Haftung wohl sein wird. Einen Nachteil habe ich bereits entdeckt: die Cover passen nur noch mit sehr viel Kraft und dann auch nur so halb.

Mehr Grip.

Mehr Grip.

Auch wenn es mir nicht wirklich ums Gewicht geht, zumindest nicht bei den Schuhen, so habe ich mir dennoch nicht die Waage nehmen lassen.

Leichter als gedacht.

Leichter als gedacht.

Vier Tafeln Schokolade.

Vier Tafeln Schokolade.

Weniger Dreck, schon leichter.

Weniger Dreck, schon leichter.

Eigentlich verwundert mich nur, dass der weiße Specialized der schwerste ist. Nun warte ich auf das erste warme und trockene Wetter (das sage ich Ende April… verrückt), um den Schuh auch in der freien Wildbahn testen zu können.

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