Back on the road

Lange hat’s gedauert. Lange hat’s gedauert, dass hier wieder etwas erscheint, dass ich wieder auf den Bock komme und dass eine gemeinsame Runde mit dem Kollegen stattfindet. Heute also gleich so viel auf einmal erledigt.

Da wir ewig brauchten, bis es endlich mal geklappt hat, war ich natürlich durch den heute einsetzenden Regen leicht verunsichert. Also bin ich kurzer Hand ins Büro zum Kollegen gestapft. Eigentlich hätte ich es mir sparen können, denn die Reaktion war mir so klar: als er mich erblickte, begann er sein typisches Grinsen aufzusetzen und ich wusste alles. Die Kollegen herum waren erstaunt, dass wir fahren wollten, auch bei Regen (oder gerade bei Regen?). Mich wunderte es nicht wirklich – ich wollte es eigentlich nur bestätigt haben.

So habe ich mir zu Hause den Regenbock ausgewählt und wollte ins Pedal einklicken. Da verstand ich, wo die letztens im Haus gefundene Inbusschraube hingehört: an mein rechtes Pedal. Also fein wieder alles vom Regenbock abgemacht, Rad wieder hoch gebracht und das Schönwetterrad für den Regen gerüstet. Wenige Minuten später ging es dann los, auf eine ca. 2h-Runde im Moritzburger Umfeld. Der Regen ließ mal nach, aber im Prinzip ist’s egal, ob es von oben und unten oder nur von unten nass ist – nass wird man so oder so. Mein stilistisch fragwürdiges Schutzblech (der Kollege meinte „Morgen steht in der Zeitung, dass man einen Scott-Erlkönig mit Heckspoiler gesehen hat“) hat seine Daseinsberechtigung jedenfalls bestätigt.

Es war irgendwie schön: Regen und knapp 20°C bei wenig Wind. Gepaart mit relativ entspannten Autofahrern (auf den letzten Kilometern musste man mich aus der 2. Reihe weghupen… naja… was soll’s, ich versuche es inzwischen getrost zu ignorieren) und der Gesellschaft. Ja, es hat mir wieder einmal so richtig Spaß gemacht. Es hat Lust auf mehr gemacht. Dieses Gefühl auf dem Bock… ich habe es vermisst.

Der Kollege offenbarte mir am Ende, dass er mehr oder weniger gehofft hatte, dass ich heute zu ihm ins Büro komme und absage. Tja… und ich wollte nicht die Weichpüppi sein und hatte von ihm die Absage erhofft. Nur gut, dass jeder von uns auf den anderen hofft – so kommen wir wenigstens zu was :-D.

1 Kommentar

  1. Robin

    Die Autofahrer hatten einfach Verständnis dafür das keiner von uns hinten fahren wollte.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.