Die etwas andere Dienstreise

Einmal im Jahr gibt es ein Offsite unserer Abteilung. Dieses Jahr sollte es nach Cottbus gehen. Das erste, was mein Kollege und ich machten: wir stellten fest, dass es ca. 120km von Dresden nach Cottbus sind. Hm… Mittwoch früh in der frühen Nacht hin und Donnerstag nach dem Mittag zum Feierabend zurück.


Radroute Offsite 2012 – powered by Bikemap

Beginn der Veranstaltung: 10:00 Uhr.
Geplante Ankunft: 09:30 Uhr.
Zeit für Duschen: 20 Minuten.
Geplante Abfahrt: 06:00 05:30 05:00 Uhr – das muss reichen

Oh Gott… wie verrückt ist diese Idee eigentlich!? Naja – der Wecker sollte 03:30 Uhr klingeln, doch dazu kam es gar nicht erst, da unsere beiden Raubtiere bereits um 03:17 Uhr lautstark ihren Hunger verkündeten. Die Frage nach der Kleidung… ich hatte ja recht kühle Erinnerungen vom ERZtaler – und so richtig wärmer sollte es so zeitig auch nicht sein. Also die flauschigen angerauten Beinlinge, kombiniert mit Armling, Windjacke und Windweste an einem Hauch langer Handschuh 🙂 – und es war gut so… jedenfalls was die Hinfahrt anging.

Fix in die Firma gerollert und das Gepäck für den Transfer mit dem Bus für den netten Kollegen hinterlegt. Schon kam auch der Kollege angerollert und wir starteten in die Morgensonne.

Ich kann euch sagen: Es lohnt sich mind. einmal im Leben so früh Rad zu fahren. Herrlich war es. Die aufgehende Sonne durchdrang den Bodennebel… und beim zweiten Blick entdeckte man Pferde (oder Kühe?) auf der Wiese – was für ein Motiv!

So rollten wir Richtung Cottbus. Wir waren erstaunt, wie groß und weitreichend doch der Landkreis Bautzen ist. Anfangs dachten wir, wir haben uns trotz Navi verfahren – aber nein, war alles wie geplant. Das Wetter war traumhaft – gut, vielleicht ein klein wenig frisch, aber trotzdem hervorragend, denn es war trocken und DAS sollte nur auf der Hinfahrt so sein.

Wir rollerten pünktlich um 09:20 Uhr vorm Hotel ein. Flink die Boliden in den Radkeller gebracht und gesichert, ging es auf das Hotelzimmer zum Duschen. Kurz noch den Gepäck-Kollegen angerufen, ob er denn das Gepäck bringen könne… „Ähm, ja… mach ich… dauert aber noch, wir sind noch im Bus unterwegs.“ 😀 – hehe, wir waren noch vor dem Bus da :-D. Dann ging es in den „Arbeitsalltag“. Der Moderator hat uns beiden Radlern vor versammelter Kollegschaft jeweils eine Dose Radler gegeben. Ab diesem Zeitpunkt durften wir sehr oft die Fragen beantworten:

Seid ihr mit dem Rad hier? – Ja.
Wie lange seid ihr gefahren? – 4,5h.
Wann seid ihr aufgestanden? – Halb 4.
Wann seid ihr losgefahren? – Um 5.
Tut euch jetzt nicht der Ar*** weh? – Nö.
Fahrt ihr morgen auch wieder zurück? – Sieht ganz danach aus.

Am Donnerstag starteten wir dann kurz nach 16:00 Uhr wieder Richtung Dresden. Das Wetter sollte durchwachsen sein, dennoch entschieden wir uns gegen die Mitnahme von Regenklamotten und verstauten sie ordnungsgemäß im Rucksack, der wieder in den Bus ging. Weniger clever, wie sich eine gute Stunde nach dem Start zeigen sollte. Es schüttet wie aus Kannen. Ein Zwischenstopp an der Tanke kam recht. Kurz die Knielinge übergezogen und wieder in die Nässe hinaus – nass werden wir eh, ob von oben und unten oder später dann nur von unten, spielt ja wohl keine Rolle. Der Regen ließ dann auch nach und bis nach Dresden war es dann auch wieder trocken geworden. In Dresden angekommen bin ich dann gegen 20:45 Uhr – wieder ganz nach Plan :-).

So waren es am Ende jeweils schöne ca. 120km hin und wieder zurück. Die Gespräche mit dem Kollegen und allein schon die Begleitung durch ihn macht das Fahren noch einmal angenehmer :-).

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