Willkommen in der Höhe

Nachdem sich meine Ankunft um ca. 5h verzögert hatte, da ich einfach noch nicht fertig war mit Packen und den ganzen anderen Dingen in der vergangenen Woche, bin ich nun heute eine kleine Runde zum Einrollen gefahren. Wobei ich nicht mehr von „einrollen“ sprechen mag, wenn ich mir meinen Puls so anschaue. Seit ca. einem Jahr bin ich mal wieder fast an den Maximalpuls gekommen: 193 bpm.

Mir wurde empfohlen nach Vent zu fahren. Das ist nicht sonderlich steil und die Steigung bleibt einigermaßen gleichmäßig. Typischer Anfängerfehler: reingehämmert 😉 . Eine Woche nichts gemacht und dann auch noch sowas. Nunja, der Puls stieg auf um die 170, meist etwas darunter, was meine aerobe Schwelle darstellt. Ich fühlte mich gut, trotz des hohen Schlages. Bis heute früh hatte ich ein wenig mit Kopfweh zu tun, könnte an der Höhe liegen. Von daher war es schonmal eine gute Entscheidung eine Woche vor dem Veranstaltungstag hier zu sein. Es mag Einbildung sein, aber ich habe doch ganz schön nach Luft geschnappt.

Zurück zur Fahrt nach Vent. Die Steigung lag zwischen 3 und 7% – human. Ab und zu ging es auch mal höher, aber mehr als 10% waren’s dann auch nicht. Erstaunlicherweise drehte der Wind in dem Tal regelmäßig – nach jeder Kurve gab es ein eigenes Wetter 🙂 . Nach zwei Baustellen dann auch Vent erreicht. So stelle ich mir ein verschlafenes Winterdörfchen vor – genau so. Das sind so Ortsteile, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen. Kurz geschaut, ob’s noch weiter geht und entschieden zurück zu fahren. Aber die Natur hier… sofern man einen Blick nach links und rechts wagen konnte, die lässt mich immer wieder schwärmen, herrlich.

In Sölden angekommen, reizte mich der Rettenbachferner. Im Gegensatz zur Fahrt nach Vent hatte der aber gleich mal mind. 10% und mehr zu bieten. Nach wenigen Metern entschied ich mich dann doch es für heute dabei zu belassen. Bringt mir ja nichts, wenn ich mich tot fahre: das Gefühl ging jedenfalls schon in diese Richtung. Also rumgedreht, runtergerollert und zurück ins Appartement, wo es am Ende gute 1,75h Trainingsrollern waren.

Blick über Sölden

Blick über Sölden

Das Appartement Rechenau kann ich empfehlen. Egal ob Sommer oder Winter, hier lässt sich’s glaube ganz gut leben. Wer trotz Ferienwohnung nicht auf ein gemachtes Frühstück verzichten will, kann das Angebot nutzen. Auch einen frische Brötchendienst gibt’s. Und nicht zu verachten: kostenloses, in den Wohnungen funktionierendes WLAN. Der Fahrrad- und Skikeller ist separat und abgeschlossen. Im Moment vermisse ich hier gar nichts 🙂 .

Morgen soll es dann regnen und stürmen. Mal schauen, ob dem so ist und was ich dann aus der Situation mache. Im Regen fahren werde ich jedenfalls nicht, da ist mir das Risiko zu groß, mir vorm Sonntag noch etwas einzufangen.
Vor wenigen Minuten ist hier in die Nachbarwohnung eine italienische Familie eingezogen und der Herr Papa scheint dem Rad und seinen Beinen nach zu urteilen, am Sonntag mit am Start zu stehen 😀 . Bin ich gepsannt wie ein Flitzebogen, wenn meine Leute am Donnerstag dann endlich eintreffen.

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