Die Ruhe vor dem Sturm, danach oder so…

…oder wie ging der Spruch? Naja, jedenfalls war der gestrige Tag zum Glück mit Regen gesegnet, so dass uns der Ruhetag äußerst leicht gefallen ist. Ein wenig in Palma herumgelatscht und geguckt – war ok. Heute dann, hofften wir auf DAS Wetter.

Der Morgen began ohne Regen. Die Nacht war aber ausgesprochen nass von oben. Nach dem Frühstück besuchte uns auch die Sonne. Einkleiden war etwas schwierig: mit Sonne wäre es zu warm, ohne Sonne wäre es zu kalt. Und wenn jetzt noch der Wind einkalkuliert werden würde… unmöglich. Ich entschied mich für „lieber etwas mehr schwitzen, als frieren“.

Start war gegen 11 Uhr. Schnell war mir klar „verdammt ist das warm in den Klamotten“. Es sollte sich jedoch in der Summe herausstellen, dass es die richtige Entscheidung war.

Kaffee

Kaffee

Heute rollerten wir erst ein paar km Richtung Norden. Erstaunlich schnell (1,5h) waren die ersten 45km weg. Kurze Zeit später gab es in einem kleinen und feinem Städtchen einen Kaffee. Wer rastet, der rostet: also ging es recht schnell weiter.

Herrliches Wetter im kleinen Örtchen

Herrliches Wetter im kleinen Örtchen

Durch ein Experiment landeten wir auf einem steinigen Feldweg. Den haben alle Laufräder überstanden 😉 . Das war aber das erste und letzte Experiment für heute – da waren wir uns alle einig.

Was für ein Panorama

Was für ein Panorama

Zurück auf den altbekannten Straßen, rollerten wir auf das wunderschöne Panorama der westlichen Berge zu. Die Sonne schien, einige Gipfel hingen in einzelnen Wolken.. ein Traum!
Was passierte nun bei diesen Anblick? Genau, einer sagte „Beeeergeeeeeee…“ 😀 . An einer Tankstelle angehalten, Wasser getankt (wie man das so an den Tankstellen eben macht) und ich fragte den Chef „Wie weit ist’s denn noch?“ Nachdem er sich erkundigte, wie viel wir weg hatten (Chef hat den Radcomputer zu Hause vergessen), meinte er gsbz trocken „70km?… dann ist die Hälfte“, sprang auf und vor los. Ich habe geguckt wie ein… keine Ahnung wie, jedenfalls dachte ich, er veralbert mich. Inzwischen weiß ich, dass er ehrlich war.

Ich kann Schatten werfen.

Ich kann Schatten werfen.

Ein Blick ins Hinterland, nordwestlich von Palma

Ein Blick ins Hinterland, nordwestlich von Palma

Die Terrassen an den Hängen der Berge… einfach der Hammer – mehr kann ich dazu nicht sagen. Irgendwann kam dann endlich ein kleiner Anstieg, kurz bevor wir nach Palma rein sind, ging’s einen kleinen Schwenk weg – sehr schön. Anfangs 3-5%, gleichmäßig. Kurz vorm „Gipfel“ dann auch bis 8%. Aber bevir wir dort ankamen, war ein Schlauchreifen zu versorgen. Das gute Stück ließ unerlaubter Weise Luft raus. Das war recht fix erledigt, es waren auch nur noch 15-20km.

Von da komm ich her...

Von da komm ich her...

... und da irgendwo geht's hin

... und da irgendwo geht's hin

Auf der Abfahrt kreuzte ein Mountainbiker unsere Wege, d.h. er fuhr nicht die Serpentinen entlang, sondern wählte die Querfeldeinvariante. Allerdings hatte er das noch nicht so sicher drauf, so dass er sich direkt vor uns… flach gelegt hat. Peinlich… aber eben nur für ihn.

Das Schlimmste war dann eigentlich Palma. Da mussten wir durch, aber nunja… schön ist anders. Als das geschafft war, ging’s die letzten km an der Promenade entlang, bis nach ca. 135km, 5h45min und knapp 1.200hm das Hotel da war. Der Puls war im Schnitt bei 135bpm – hätte gedacht, es ist mehr, da es ziemlich windig war und es ja doch ein paar Meter hoch und runter ging.

Und wie die kleinen Kinder, haben wir an der Türklinke bodymilk angebracht und uns tierisch gefreut, als der Kollege reingegriffen hat 😀 .

Jetzt wird geschlafen und morgen soll es 17:30 zum Flughafen gehen. Vorher allerdings soll eigentlich noch eine Runde gerollert werden. Lass ich mich doch einfach mal überraschen. Der Chef jede falls, so viel steht schon fest, wird mich spätestens 7:45Uhr aus dem Bett befördern.

1 Kommentar

  1. Laufhannes

    Ja, doch, zugegeben: Wenn man hier im Schnee sitzt, wird man da ganz neidisch. Da würde man sich sogar mit dem Regen anfreunden – aber der blieb sogar euch erspart.

    Gute sechs Stunden auf dem Rad – das könnte ich mir hier vielleicht noch vorstellen. Bei den Wegen würde ich damit aber auch nicht unbedingt mehr als 50 Kilometer schaffen 😀

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